It's Reim-Time

Brutale Niederschlagung der Proteste der Stuttgart21-Gegner durch die Polizei im Auftrag der Landesregierung und Ministerpräsident Mappus

Oktober 2010

Es fallen nicht nur Bäume… - …es fallen auch die Träume!

 

Werft Wasser auf des Volkes Herz,

treibt Tränen in die Augen,

ihr schlagt, ihr treibt - es bringt ihm Schmerz,

man mag es ja kaum glauben!

 

Ihr macht die Macht zur Staats-Gewalt,

wollt uns die Stimme nehmen,

ihr macht vor jung und alt nicht Halt,

die nur nach Recht sich sehnen.

 

Ihr pfercht die Meinung heute ein,

ihr treibt sie vor euch her,

ihr brecht - wenn nötig - Hals und Bein,

ja, ihr schockiert uns sehr!

 

Denn wo ihr sinnlos, wahllos waltet,

dort wo ihr tobt und wo ihr wütet,

dort wird die Meinung abgeschaltet,

die sonst erscheint so wohl behütet.

Denn wo’s geschieht könnt ihr hier lesen,

nein, nicht einmal im Schurkenstaat,

und auch nicht auf der Achs des Bösen,

das wär’ gewöhnlich - nicht mal hart.

Nein, dies geschieht im Herz Europas,

in Deutschland findet jenes statt.

In einem Land, wo man einst las,

dass jeder eine Stimme hat.

Die Stimme ist noch immer da,

doch das Gehör - es scheint ertaubt -

was Volk nicht will wird letztlich wahr,

und seine Macht, sie scheint verstaubt.

 

So habe ich heut fallen sehen,

nicht nur die alten Bäume,

es mussten heute auch vergehen

so manche Freiheitsträume!

Ausstieg aus dem Atomausstieg

 September 2010

 

 

 

 

 

 

 

! ! ! S C H L U S S ! ! !

 

Brücken schlagen wild umher,

Heilverkünder - Augenwischer -

euer Wort, es wiegt nicht schwer,

ist ganz klar so gar nicht sicher!

 

Die heiße Luft, die euer Wort

umgibt - sie ist kein Klimafreund,

verdrängt die Zukunft weiter fort

als Kritiker schon alpgeträumt.

 

So hohl wie euer Handeln ist

sind eure Phrasen, die Moral.

Wer glaubt euch euren großen Mist? -

Nun ja, auch das scheint euch egal!

 

Ihr spielt mit uns ein böses Spiel,

als Einsatz Leben, Zukunft gilt.

Nur der Gewinn ist euer Ziel,

den Geldrausch wünscht ihr ungestillt.

 

Doch nun ist  S C H L U S S , aus und vorbei,

gepackt gehört ihr kurzerhand

- Schluss mit der Kerne' Spalterei -

ins salzig' Endlagerungsland!

 

Dort darf das Brüderle verweilen,

die Westerwelle kann dabei

den Vattenfall sehr gerne teilen,

bis ausgemerkelt dieser sei.

Als Proviant wird euch gegeben

5 Euro und der Hartzer Käse,

ein Bildungsgutschein - gut fürs Leben -

zum Lernen, ja, man hör und lese:

 

Euer Wort wird bald vergehen,

auf euren Stein kann keiner bauen!

Die "Schnelle Brut" wird lang bestehen

und wir blöd in die Röhre schauen!

 

Drum  S C H L U S S  D A M I T - den Stecker ziehen!

Vorbei, es hat sich ausgestrahlt!

Der Strahlemann soll weiterziehen!

Nur so fängt Zukunft endlich an!

 

Fußball-WM 2010 in Südafrika

Schrei so laut Du kannst!

 

Oh Kind

in der Wiege der

Menschheit,

leidest Hunger

und man gibt Dir

ein Spiel,

hast kein Dach

über dem Kopf

und man baut Dir

einen Freudentempel,

hast kein sauberes Wasser

und man bewässert Gras,

um es zu zertreten,

hast keinen Schutz

vor Räubern

und man raubt

Dir auch noch

Deine Bewegungsfreiheit.

 

Doch Kind

in der Wiege,

schrei so laut

Du kannst,

schreie "Tor"

und öffne dieses

in den Herzen der Menschen,

auf dass Dich selbst

die erste Welt

hört!

Auf dass Sie

Dich nicht vergisst!

Die Klimakonferenz in Kopenhagen

07.12.2009 - 13.12.2009

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur falschen Zeit... - Tag eins in Kopenhagen

Das Kätzchen streckt die Nase raus, 
das Kehlchen singt in Sauss und Brauss, 
das Blütchen räkelt sein Gesicht, 
beim Igelchen steigt das Gewicht, 
das Bienchen summt gar wohlgemut, 
wie es auch das Flieglein tut. 
So erwacht der Frühling heut 
zur Weihnacht und zur Winterzeit...!

Tsunami... - Tag zwei in Kopenhagen

Die, die sich an milden Wintern und Heizkostenersparnis erfreuen
- bedingt durch den Klimawandel - 
erfreuen sich auch am hypnotischen Rauschen des Meeres
- bedingt durch den nahenden Tsunami.

Ei(s)land - Tag drei in Kopenhagen

Ein Eiland lag so - Eiderdaus -
einträchtig - schaute eitel raus
aus eingeschwornem Element,
das man als Ozean auch kennt. -
So eigentümlich, wie es war,
urtümlich - Vielfalt - wunderbar.

Ein Eisland lag so - welch ein Graus -
eisschmelzend, schaute traurig aus.
Eis lugte müd aus Schwarzbasalt,
weg war der Winter, war der Halt.

Eistrunken lag nun Eiland da,
ertrank in Fluten. - Und war rar
das Eis auf Eislands schwarzer Erd,
verbrannt sie schien - wie Welt verheert!

Des Schnees tiefer Fall... - Tag vier in Kopenhagen

Einzigartig und grazil
schwebst Du sanft hernieder.
So eisig klar und fest das Ziel,
kommst alle Jahre wieder.

Deckst zu der Lebensgeister Rest,
die sich jetzt eingefunden
zur stillen Ruh - nach Blütenfest
sind nun die stillen Stunden.

Sanft gleitest Du in eisgem Wind
zu Boden, wirst vermählt
in ewgem Schwur - starr und doch lind - 
mit Deinen, ungezählt.
Streifst sanftes Kleid um kahles Land,
lässt Grau dem Weißen weichen,
betörst dadurch mit Frostes Hand,
kannst tief das Herz erweichen.

Und nun - Du wahres Gottgeschenk -
nun folgt des Schnees Fall.
Nun wirst in Höhen Du verdrängt,
durch warmer Winde' Schwall.
Du Kindertraum, Du schöne Zeit,
wirst aus der Welt gerissen,
der Sommer macht sich nunmehr breit.
Ich werd Dich sehr vermissen!

Verblichen... - Tag fünf in Kopenhagen

Angesäuert liegst Du da,
wo man einst ein Wunder sah.

Bunte Farben, buntes Leben -
ideal war es gelegen,
wuchs durch ewig lange Zeiten,
siedelte in Deinen Weiten,
viel älter als der Menschheit Ahnen,
barg Wunder, die wir nie erfahren.

Verblichen liegt es auf der Bank,
der letzte Rest unheilbar krank,
gebettet auf der Ahnen Staub,
Gebeine starr - das Leben taub.

Mutters Ende? - Tag sechs in Kopenhagen

Der Hunger nach mehr ist groß in der Welt,
der Hunger nach Macht, nach Einfluss und Geld,
der Hunger nach Boden, nach Rohstoff, nach Schatz,
nach Bauland, nach Fahrbahn, nach Parkraum und platz.
Der Hunger nach Fortschritt, nach Lob und Prestige,
der Hunger nach steigern - der Drang sitzt sehr tief.

Verbunden mit all dem wird eigenes Glück. - 
Vor ihm steht jenes der andren zurück.

Doch auch Du bist der Andre aus anderer Sicht,
Dein Handeln fällt somit global ins Gewicht.
Du kannst der sein, dem alles egal,
kannst Stellung beziehen - Du hast freie Wahl.
Kannst denken und fühlen tief in Dich hinein,
komm hör Deine Seele, erfahre das Heim
in welchem Dein Glück fest steht angeschrieben. -
Lern streben und leben in innerem Frieden.
Erlebe das Glück, das im Leben versteckt,
konsumiere nicht das, was die Sucht in Dir weckt.

Die Erde ist Mutter, sie nährt uns zu Hauff,
welch barbarischer Narr frist sie blindwütig auf?

Wald - Mensch... - Tag sieben in Kopenhagen

Schneisen geschlagen in sattgrüne Lungen,
große Gewinne und Baustoff errungen.

Waldmensch vertrieben, Arten gelyncht,
klare Flüsse in Giftschlamm getüncht.

Die Erde verschoben und Löcher gegraben,
nahrhafter Boden versickert in Narben.

Die Chance versäumt Heilung zu finden,
Kapital gar mit dem Wald zu verbinden.

Die Vielfalt erleben als größter Gewinn,
ihr Kurssteigen brächte nun wirklichen Sinn.

Die Chance vergeben, die Rettung vergangen,
das Klima verwandelt den Wald in Savannen.

Ausgequakt - Tag acht in Kopenhagen

Es quakte einst ein roter Frosch im Baume froh umher,
das Klima schwand, der Regen auch, jetzt quakt der Frosch nicht mehr!

Man stelle sich vor... - Tag neun in Kopenhagen

Man stelle sich vor...

...man spare für die Reise
horrende Preise,
erlebe auch hier vor der eigenen Tür
manch exotisches Tier.

Taubenschwänzchen am Strauch,
Ochsenfrosch mit dickem Bauch,
und die Tigermücke auch.
So steigt das Entzücken
beim Anblick malariaträchtiger Mücken
und gelbfiebriger Tücken.

Und höher schlagen die Herzen
beim pharmazeutischen Kommerzen
zu neuer Impfsaison im Märzen.

Da haben wir nicht mal den Salat... - Tag zehn in Kopenhagen

Ein wirklich leckerer Salat,
mit Kräutern und Dressing aus Quark.
Sattgrün, knackig - aber weich,
nicht zäh, nicht bitter - doch reif.

Saftig mit würzigem Biss,
- Bio - der schmeckt mir gewiss!
Doch zu allem kulinarischen Schrecken
schmeckt er auch den Heerscharen Schnecken,
die sich unersättlich durch feuchtmilde Winter
hindurch mogeln und ihre Kinder
sich mehren, wachsen gedeihen,
sich geben, als würden sie sein
heimisch in dieser Region. -
Doch kamen die Vorfahren schon
aus Spanien in diese Gefilde,
vermehrten sich unglaublich wilde.
Und keiner war da, der sie gerne fraß
zwischen Salatbeet, Gemüse und Gras.
So können sich laben die Wesen
am leckren Salat. - die Handschrift ist deutlich zu lesen.
...
Übrig bleibt nur der Stiel,
doch auch davon nicht viel.
Eine große Wühlmauskolonie ist froh,
frisst, wie sie kann, das Gro
von Salat, Rübe und Kohl,
die Obstbaumwurzeln legt sie hohl.
Wirkliche Gegner, wirkliche Fraßfeinde
hat auch dieser Nager keine. - 
Keine mehr, denn lang ist's her, dass Mauswiesel
hier lebten, sie fingen. - Jetzt legen Schlaufüchse Diesel
auf alten Stofflumpnen in Gänge,
um zu vertreiben die Mäuse, doch auf ganzer Länge
ist dies ein wahrer Schuss in den Ofen,
allein die Nützlinge sind hier die Doofen.

Die Wühlmaus - durch milde Winter verwöhnt -
unter der jeder Gärtner schwer stöhnt. - 
Auch sie ist Nutznießer der Wärme. -
Und der leckre Salat? - Er rückt in weite Ferne...!

 

CO2 - Volles Rohr! - Tag elf in Kopenhagen

Zisch - der Streichholzkopf erglüht,
die Flamme frisst die frische Luft.
Das Element wächst - aufgeblüht -
der Sauerstoff ist seine Sucht.

Wandert, breitet sich gar aus,
hat die Lunte schon gerochen,
springt auf Zunder. - Hitze, Rauch
kommt durch jeden Ritz gekrochen.

Pulverfass liegt still noch da,
scheinbar harmlos, scheinbar brav. -
Wartet, bis der Alptraum wahr,
es sich gehen lassen darf.
Wartet auf den Kippeffekt,
der jedes Löschen unterbindet. -
Wartet, hält sich noch versteckt
bis es seine Chance findet.

Erst dann kommt es zum Super-GAU,
zur Explosion, zum Flächenbrand.
Vorm Höllentor steht noch im Stau
ein Heer, das bisher ungekannt!

 

Winterschlaf... - Tag zwölf in Kopenhagen

Voll gefressen liegt er da,
der Bär, der viele Namen hat,
macht Gutes für sich selber wahr,
setzt andre durch sein Handeln matt.

Verschläft die Chance, verpennt den Trend,
verschließt den Blick - der Superheld -
beschwört, das was man Hölle nennt. -
Frisst auf den Gabentisch der Welt.

Verblendet folgt er seinem Trieb
und läuft beharrlich so entgegen
des Unterganges großem Sieg,
dieses schönen Erden-Lebens.

 

Das letzte Blatt... - Tag dreizehn in Kopenhagen

Es ist Herbst auf dieser Welt,
das Laub des Lebens' Baumes fällt.
Das Blatt der Blumen fällt hinab,
das Blatt des Meeres löst sich ab,
das Blatt der Wälder - es verdorrt,
das Blatt der Arten - Massenmord.
Das Blatt von Wüsten und vom Eise,
von Schneekristall und Vogelreise,...

...wenn all sie abgefallen sind
fällt ab das Blatt vom Menschenkind.

Nur eines bleibt zurück am Baum,
es träumt vom neuen Lebens(t)raum.
Vorbei sind nun der Menschheit' Dramen.

- Das letzte Blatt braucht keinen Namen! -

 

Nachsitzen! - Tag eins NACH Kopenhagen

Setzen - sechs - so muss ich sagen,
wenn ich anschau euer Tagen.
Das Thema absolut verfehlt,
ein halber Punkt wird n i c h t gezählt!
Versetzung - sie ist in Gefahr,
das Meiste falsch, nur wenig wahr!

In die Ecke und g e s c h ä m t
und es sei dabei erwähnt,
dass Nachsitzen wär' angebracht,
bis ihr endlich nachgedacht. -
Und tausendfach habt aufgeschrieben:
"Ich darf nicht lügen, nicht betrügen -
das Volk - die Bürger dieser Welt,
es zählt das L e b e n, nicht das Geld!"

Denn welches Recht habt ihr Banausen
unsre Zukunft zu verkaufen???